Christine Evers

geb. 1950 in Tübingen

lebt und arbeitet seit 1981 in Gummersbach


1973 - 1976    

Grafikdesign, Akademie U5, München,

während dieser Zeit Besuch der Klasse

von Karl Fred Dahmen, Kunstakademie München


1976 - 1978     

Kunstgeschichte in England und Italien


2000

neben graphischem Arbeiten Wiederaufnahme der Ölmalerei


Einführung zu einer Ausstellung


„...Christine Evers beginnt ihre malerische Erkundung in den Seelenleben ihrer handelnden Personen, nähert sich der...(Bildfindung) gewissermaßen subkutan, von innen her.


Ihr Ziel ist nicht der Kampf der Wesenheiten, sondern die Harmonie ihrer Kräfte und Protagonisten. In ihren Bildern dominiert die Nacktheit der Figuren, bar fast jeder schmückenden oder verhüllenden Kleidung: der bis zu seiner Seele hinab entblößte Mensch, mithin Nacktheit nicht als das Ende, sondern als der Anfang des menschlichen Auftritts, ganz wie im wirklichen Leben – vielleicht?!


Deshalb wirken ihre Figuren selten wirklich aufreizend, sondern durchweg "natürlich", mitunter fast naiv auch die Züge der Protagonisten. Allenfalls reizen sinnliche Lippen oder sorgen aufregende, Phantasie beflügelnde Beinstellungen für erotische Impulse. Aber sie zeigt - ganz ohne Furcht vor "Bedeutungsverlust"- auch die ganz alltäglichen Momente weiblicher Zuordnung:

das Brautkleid, Kochgefäße, den Hut...                                             


Selbst die so oft fehlgedeutete Story der von Stand und Person dominierenden Lady Chatterly und ihrem Wildhüter gerät in ihren Händen zu einem fast trauten Nebeneinander auf dem grünem Rasen. Allerdings wollte Christine Evers diese Arbeit sehr gezielt hier in unseren kleinen Dschungel im Entree gehängt wissen! Was sich im Roman als ein regressiver Akt der weiblichen Selbstfindung entwickelt, gerät hier schon auf Augenhöhe zum harmonischen Duett....


Christine Evers entwickelt gerne experimentelle, eigene Techniken für Malflächen und Figuren.  Seelischen Prozessen sehr ähnlich ist bei ihr "alles im Fluss", bricht sie das Geglättete, glättete das Gebrochene, zerstört und heilt in des Wortsinns einem Akt.


Ihre Inhalte sind meist beziehungsgeprägt und -bezogen, selbst in der Einsamkeit, und auch wenn das Pendant nur gedacht, im Bild nicht immer sichtbar wird. Die weibliche Nacktheit ist derart Teil dieser physischen UND psychischen Interaktion und wird tatsächlich nirgendwo und -wann zur singulären Nabelschau..." (Karsten Panzer, Kurator und Kunstbeauftragter, Berg. Gladbach)



For me painting is very much about the material. I react to what happens during working on a painting. Very often I have no ultimate plan. I love the uncertainty and have faith that everything will work out. I would get bored if I'd follow a procedure. The aesthetic effect from colours, in general the material in connection with the form, the surfaces, lines and structure is fascinating me. The moment of flowing, the movement, the possibility to change permanently, to work associatively determine the used material and technics. To break open smooth surfaces, I roughen these with different structural masses. Coats of paint are built up, often taken away by scratching and wiping. On the one hand I love the figurative, concrete, on the other hand the resolution and the experimental treatment of the surfaces - a springboard for new thoughts over and over again... They turn in the picture statement mostly around relationships and womanhood.


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